Körperverletzung: schwere Körperverletzung gemäß § 226 StGB

1. Schwere Körperverletzung § 226 StGB

Die schwere Körperverletzung stellt einen weiteren Qualifikationstatbestand der einfachen Körperverletzung gem. § 223 StGB dar. Es handelt sich dann um ein sog. erfolgsqualifiziertes Delikt, dass bedeutet, dass sich der Strafrahmen aufgrund einer vorsätzlichen - wissentlichen oder gewollten - Körperverletzung bei einem fahrlässigen oder vorsätzlichen "Verletzungserfolg" verursacht.

Ein fahrlässiger Verletzungserfolg liegt vor, wenn die Verursachung der schweren Körperverletzung objektiv voraussehbar und subjektiv der Täter die sorgfaltswidrige Handlung und den vorhersehbaren Eintritt der Folge (Verletzungserfolg) nach seinen individuellen Fähigkeiten erkennen konnte. Das Schubsen in das Bahngleis, Faustschlag gegen den Kopf, auf die Augen, das Genital, Kehlkopf beinhaltet bereits die Verursachung des Verletzungserfolgs. so dass in der Regel mit der vorsätzlichen Körperverletzung bereits in der Regel der fahrlässige Verletzungserfolg gegeben ist, da die Verletzungshandlung diesen bereits objektiv vorhersehbar und subjektiv für den Täter aufgrund seiner Sorgfaltspflichtverletzung durch den Schlag auf ein wichtiges Körperorgan nach seinen persönlichen Fähigkeiten den Verletzungserfolg voraus sehen konnte. Das Strafrahmen erhöht sich bei der schweren Körperverletzung mit fahrlässigen Verletzungserfolg auf 1 - 10 Jahre.

Ein vorsätzlicher - willentlich und/ oder wissentlich herbeigeführten Verletzungserfolg liegt etwa bei einen Schlag mit dem Baseballschläger gegen den Kopf oder auf die Genitalien respektive Abschlagen von wichtiger Körpergliedern z.B. Nase, Ohr, Arm, Daumen, nicht jedoch einzelner Finger wegen der Greiffunktion (außer beim professionellen Pianisten, Geiger) mit Hilfe eines Messers, Machete, Axt etc. vor, da bereits die vorsätzliche Körperverletzung die vorsätzliche Verursachung des Verletzungserfolgs beinhaltet. Dabei genügt bereits der bedingte Vorsatz, d.h. die billigende Inkaufnahme des Verletzungserfolges. Hier beträgt der Strafrahmen nicht unter 3 - 10 Jahren. 

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2. Gesetzestext § 226 Abs. 1 StGB

Hat die Körperverletzung zur Folge, dass die verletzte Person                   

1. Das Sehvermögen auf einem Auge oder beiden Augen, das Gehör, das Sprechvermögen oder die Fortpflanzungsfähigkeit verliert,

2. Ein wichtiges Glied des Körpers verliert oder dauernd nicht mehr brauchen kann oder

3. In erheblicher Weise dauernd entstellt wird oder in Siechtum, Lähmung der geistige Krankheit oder Behinderung verfällt, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

2.1. Nr. 1: das Sehvermögen auf einem Auge oder beiden Augen, das Gehör, das Sprechvermögen oder die Fortpflanzungsfähigkeit verliert

Nr. 1 betrifft die Aufhebung besonders wichtiger Sinnes- und Körperfunktionen. Die Aufzählung ist abschließend.

2.2. Nr. 2: Verlust oder dauernde Gebrauchsunfähigkeit eines Gliedes des Körpers

Ein Glied in diesem Sinne, ist jedes nach außen in Erscheinung tretende Körperteil, das mit dem Körper oder einem anderen Körperteil verbunden ist und Funktionen erfüllt, die für den Gesamtorganismus wichtig sind. Wichtige Glieder stellen demnach z. B. Daumen und Zeigefinger dar. Verloren bedeutet den völligem physischem Verlust des Körpergliedes und ist nicht schon bei einer Funktionseinbuße gegeben. Dem Verlust gleichgestellt ist der Fall, in dem man das wichtige Körperglied für immer nicht mehr gebrauchen kann.

2.3. Nr. 3: dauernde Entstellung in erheblicher Weise, das Verfallen in Siechtum, Lähmung oder geistige Krankheit oder Behinderung

Eine in erheblicher Weise dauernde Entstellung ist eine Verunstaltung der Gesamterscheinung des Verletzten. Die Verunstaltung muss nicht für alle auf den ersten Blick sichtbar sein, es reicht aus, wenn sie im sozialen Leben sichtbar wird wie z. B. beim Baden oder Duschen. Eine Entstellung in diesem Sinne stellt z. B. der Verlust mehrerer Vorderzähne dar, auffällige Narben im Gesicht an der Schulter oder am Bauch, Verlust der Brustwarzen u. a. .

Siechtum ist ein chronischer Krankheitszustand, der den Gesamtorganismus soweit beeinträchtigt, dass dieser ein Zurückgehen der körperlichen und geistigen Kräfte, sowie die allgemeine Hinfälligkeit zur Folge hat. Bei einer jungen Person kann schon eine Arbeitsunfähigkeit zu Siechtum führen.

Eine Lähmung stellt eine erhebliche Einschränkung in der Bewegungsfreiheit eines Körperteils dar, die den ganzen Körper in Mitleidenschaft zieht wie etwa die Versteifung des Hüft- oder Kniegelenks.

Geistige Behinderungen sind Intelligenzdefizite verschiedener Schweregrade von gewisser Dauer. Eine geistige Krankheit kann die Wahrscheinlichkeit einer schweren Epilepsie sein.

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