ERSTER KONTAKT MIT DER POLIZEI / VORWURF EINER STRAFTAT

Die Vernehmungssituation ist in Hamburg und bundesweit die Gleiche: Als Beschuldigte(r) stehen Sie unter einem unausweichlichen, vielfach körperlich spürbaren Rechtsfertigungs- und Erklärungsdruck. Sie möchten den Vorwurf sofort und endgültig ausräumen oder sich angesichts der drohenden Festnahme oder Verhaftung verteidigen! - Der Versuch als Beschuldigter die Vernehmung durch die Polizei erfolgreich durchzustehen, ist jedoch bildlich gesprochen der Versuch als Amateurfußballer und Einzelspieler (= Beschuldigter) gegen eine Bundesligamannschaft von 11 Profispielern und einen umfangreichen professionellen Kader (Ersatzspieler, Mannschaftsarzt, Co-trainer etc. = Polizei, Forensiker und Staatsanwaltschaft) zu versuchen, einen Treffer auf dem ureigensten Spielfeld der Polizei und der Staatsanwaltschaft zu erzielen. Glauben Sie, dass Sie unter diesen Bedingungen ohne Anwalt für Strafrecht/ Strafverteidiger / Fachanwalt für Strafrecht bestehen können? 
 
Folglich sollten Sie die wichtigsten Regeln beachten: 
 
Tipp 1: Schweigen! Schweigen! Schweigen! – Sagen Sie nichts! Unterschreiben Sie nichts! Erkennen Sie nichts an! Nachteile entstehen Ihnen daraus nicht.
 
Sie haben das Recht, jederzeit und in jeder Lage des Verfahrens zu schweigen und den Beistand eines Rechtsanwalts / Fachanwalts Strafrecht / Strafverteidigers zu verlangen. Sie können sich noch später nach Akteneinsicht über ihren Verteidiger professionell zum Akteninhalt äußern, Stellung nehmen, einlassen oder schweigen. Im Gegensatz zu einer mündlichen Stellungnahme oder Einlassung kann bei einer schriftlichen Stellungnahme oder Einlassung diese nicht durch Deutung ihres Tonfalles, Mimik und Gestik oder bewußte Provokation oder nicht dokumentierter Drohung der Polizei in das Gegenteil verkehrt werden.
 
Ihnen muss konkret vorgehalten werden, was man ihnen vorwirft. Ist das nicht der Fall hat die Polizei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichts in der Hand um Sie länger festzuhalten und "klopft nur auf den Busch" in der Hoffnung, dass Sie sich selbst die fehlende Information, die ein weiteres festhalten begründen, liefern. Sei Sie höflich, aber unverbindlich - "auf anwaltliches Anraten möchte ich dazu nichts sagen" oder "das möchte ich erst mit einem Anwalt besprechen". 
 
Die meisten Beschuldigten führen sich durch Informationshereingaben und Rechtfertigungen gegenüber der Polizei selbst der Strafverfolgung und ihrer Verurteilung zu. Ein Anwalt für Strafrecht/ Strafverteidiger / Fachanwalt Strafrecht kann für Ihre Freiheit, Freispruch, Einstellung des Verfahrens oder eine milde Bestrafung entscheidend sein. Schon das informelle Gespräch, Tonfall, Mimik, Gestik, Reaktion sind Informationen, die sie in der Wahrnehmung der Ermittlungsbehörden zum Verdächtigen oder Täter machen können. 
 
Tipp 2: Vermeiden Sie bei einem strafrechtlichen Vorwurf jeden Kontakt zur Polizei insbesondere informelle Gespräche mit dem netten Ermittlungsbeamten, welches der Polizei tatsächliche oder vermeintliche Anknüpfungstatsachen, oder Indizien ihrer Täterschaft liefern respektive einen Anfangsverdacht begründen kann.
 
Tipp 3: Verlangen Sie den Beistand eines Fachanwalts für Strafrecht / Strafverteidigers / Rechtsanwaltes!
 
Tipp 4: Sie sind weder als Beschuldigter noch als Zeuge verpflichtet zur Vernehmung vor der Polizei zu erscheinen. (Ausnahme: Androhung unmittelbarer Zwang z.B. zum Zwecke der erkennungsdienstlichen Behandlung (Rechtsbehelf möglich))
 
Lassen Sie sich durch einen Fachanwalt Strafrecht / Strafverteidiger / Rechtsanwalt vertreten und für ihr Nichterscheinen entschuldigen. Nachteile entstehen Ihnen hieraus nicht. Nehmen Sie dieses Recht war. Sagen Sie nichts! Unterschreiben Sie nichts! Erkennen Sie nichts an! Lassen Sie sich nicht überreden, anders zu handeln, etwa weil ihnen dafür die Freilassung in Aussicht gestellt wird, welche unmittelbar bevorsteht und im Gegenteil erst ihre Angaben ein weiteres Festhalten oder etwaigen Haftbefehl begründen. Geben Sie nur ihre Personalien an, soweit sie sich dadurch nicht selbst belasten. Die Nichtangabe der Personalien stellt eine Ordnungswidrigkeit und keine Straftat dar, sodass sie spätestens gegebenenfalls nach erkennungsdienstlicher Behandlung nach 12 Stunden zu entlassen sind.
 
Seien Sie sich bewusst, dass die allgemein und weit verbreitete Auffassung, ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen, deswegen kann die Polizei alles von mir wissen, unter Umständen gerade ihre Verurteilung provoziert. Denn jegliche Information und Angabe wird affirmativ (bestätigend) im Sinne der Tat- und Täterhypothese interpretiert (gedeutet) und adaptiert (angepasst). Ein Anwalt Strafrecht/ Rechtsanwalt / RechtsanwältinStrafverteidigerFachanwalt Strafrecht und Fachanwältin FamilienrechtStrafverteidiger und andere Spezialisten stehen Ihnen zur Verfügung. Wir sind in Hamburg und bundesweit tätig (Näheres siehe Tätigkeitsbereiche).
 
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