Körperverletzung

Körperverletzung § 223 StGB

Schneller sich man denkt, finden Sie sich in einer Situation wieder, in der eine körperliche Auseinandersetzung bevorsteht oder sogar unausweichlich erscheint. Eine Schlägerei in der S-Bahn, Diskothek, auf einer Party mit blutende Nase oder schwereren Verletzungen bzw. gebrochenen Knochen. Schnell ist der Straftatbestand der Körperverletzung verwirklicht und die Beweisnot groß, wer Angreifender, tatsächlich oder vermeintlich sich in Notwehr verteidigte oder über die Notwehr hinaus tätlich wurde. Kommt allerdings zu einer Schlägerei, d.h. der Beteiligung von mindestens drei Personen, oder die Faust, der Schuh, die Flasche, das Glas oder ein anderer Gegenstand zum Einsatz, handelt es sich um eine gefährliche Körperverletzung (siehe unten).

Der Tatbestand der Körperverletzung kommt mehr oder weniger in allen gesellschaftlichen Schichten vor und erregt aufgrund seiner Begehungsweise oder der Beteiligung von Prominenten von Naomi Campbell, Amy Winehouse, Jeff Taylor, Emma Roberts, Sido, Bushido und viele andere die öffentliche Aufmerksamkeit, oft ohne das die tatsächlichen Vorgänge und Umstände feststehen.

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Gesetzestext § 223 I StGB Körperverletzung

Wer eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Der Tatbestand der Körperverletzung schützt die körperliche Unversehrtheit und die Gesundheit eines anderen Menschen.  Die diese geschützten Rechtgüter verletzenden Tathandlungen sind folglich die körperliche Misshandlung (Fall 1) und die Schädigung der Gesundheit (Fall 2). In den meisten Fällen überschneiden sich diese.

Eine körperliche Misshandlung stellt ein übles und unangemessenes Behandeln, welches entweder die körperliche Unversehrtheit oder das körperliche Wohlbefinden nicht nur unerheblich beeinträchtigt, wie z.B. eine Schlägerei.

Eine Schädigung der Gesundheit ist das Hervorrufen oder Steigern eines auch nur vorübergehenden pathologischen (=krankhaften) Zustands, ganz unabhängig davon,  ob das Opfer vorher „gesund" war oder ob schon eine Vorschädigung bestand. Dies betrifft die Fälle, in denen Personen vorsätzlich mit einer Krankheit infiziert wurden. Die Infektion mit HIV / AIDS oder andere ernsthafte Infektionskrankheiten ist jedoch mindestens eine gefährliche Körperverletzung.

Rechtsfolgen einer Körperverletzung gem. § 223 StGB

Das Strafgesetzbuch sieht für eine Körperverletzung gem. § 223 StGB entweder Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.

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