Alkohol - Bußgeldkatalog 2014

Der Bußgeldkatalog Alkohol 2017, der die Bußgelder bei Alkohol im Straßenverkehr bestimmt.

1. Alkoholgrenzen im Straßenverkehr / Promillegrenzen /Abgrenzung zum Strafrecht
2. Alkohol im Straßenverkehr mit Fahrfehler
3. Alkohol im Straßenverkehr ohne strafbaren Verkehrsverstoss
4. Auswirkungen von Alkohol auf den Körper
5. Promillegrenzen (siehe Link 1. Promillegrenzen)
6. Die Promillegrenze bei Führerschein auf Probe oder Fahrern unter 21 Jahren
7. Promillegrenzen im Überblick
8. Bußgelder für Alkohol am Steuer
9. Einspruch einlegen
10. Der Unterschied zwischen Ordnungswidrigkeit und Straftat
11. Promillegrenzen bei Radfahrern

Tatbestand

Bußgeld

Punkte

Fahrverbot

Bemerkung

Verstoß gegen die 0,0 Promillegrenze bei weniger als 0,5 Promille

€ 250,00

1

   

Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze beim ersten Mal

€ 500,00 

2

1 Monat

 

Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze beim zweiten Mal

€ 1.000 

2

3 Monate

 

Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze ab dem dritten Mal

€ 1.500,00 

2

3 Monate

 

Straßenverkehrsgefährdung unter Alkoholeinfluss

 

3

 

Entziehung der Fahrerlaubnis, Freiheitsstrafe oder Geldstrafe

 4. Auswirkungen von Alkohol auf den Körper

Obwohl Alkohol ein legales Genussmittel ist, hat er verheerende Wirkungen auf den menschlichen Organismus, dessen Wahrnehmung und Bewegung. Alkohol, in der Fachsprache Ethanol genannt, wird vor allem durch die Schleimhäute des Magens und des Darmes aufgenommen. Unterschätzen sollte man die Wirkung des Alkohols nicht, denn der höchste Promillewert im Blut ergibt sich erst nach 45 bis 90 Minuten. So kann es leicht passieren, dass man seine Grenzen überschreitet. Besonders aufpassen sollte man, wenn man auf nüchternen Magen trinkt, denn dann tritt die berauschende Wirkung schneller ein.

Der Körper reagiert auf das Nervengift unter anderem mit mangelnder Koordination und Hemmungslosigkeit. Besonders gravierend sind die Folgen des Alkohols, wenn man sich ans Steuer setzt, denn die Sehleistung, das Hörvermögen, die Konzentration und die Reaktionszeit werden beeinträchtigt. Außerdem werden bei steigendem Promillewert Abstände zu anderen Fahrzeugen und die Schnelligkeit des eigenen Fahrzeuges nicht mehr korrekt eingeschätzt.

Anhand der Statistik erkennt man, dass die Zahl der Verletzten und der Toten als Folge des Alkoholkonsums im Straßenverkehr seit dem Jahr 1992 kontinuierlich abgenommen hat. Trotzdem ist er einer der wichtigsten Auslöser für Autounfälle.

5. Promillegrenzen 

Alkohol ist einer der häufigsten Ursachen von Unfällen im Straßenverkehr. Wissenschaftlich ist das legalen Genussmittel ein Nervengift, dass durch die Schleimhäute im Magen und Darm aufgenommen wird. Beim Alkohol wird oft die erhöhten Ausfallerscheinungen in der Anflutungsphase, die 45 min bis 90 min andauern kann, unterschätzt. Der/ die Fahrer/in kann also die Fahrt z.B. bei komprimierten schnellem Trinken oder Sturztrunk nüchtern begonnen haben und während der Fahrt relativ oder absolut fahruntüchtig werden. Alkoholintoxikation führt zu mangelnden Koordination, Enthemmung, je nach Grad der Intoxikation zur Verschlechterung oder Ausfall des Seh-, Hör- Konzentration- und Reaktionsvermögen. Mit zunehmender Alkoholkonzentration im Blut werden Abstände und Geschwindigkeiten bei erhöhter Risikobereitschaft falsch eingeschätzt.

Wegen dieser für die Verkehrssicherheit insbesondere auch der anderen Verkehrsteilnehmer schwerwiegenden Folgen ist Alkohol im Straßenverkehr ab bestimmten Promillegrenzen (Anteil mg Alkohol zu Gramm Blut ergibt den Promillewert Blutalkoholkonzentration). verboten.

In Deutschland ist die Promillegrenze seit April 2001 bei Fahren ohne Fahrfehler auf 0,5 Promille Blutalkoholkonzentration festgelegt. Allerdings werden Fahrten unter Alkoholeinfluss bei Fahrfehlern oder Verursachung eines Unfalls mit einem Wert von über 0,3% Promille Blutalkoholkonzentration diese als Ordnungswidrigkeit bzw. Straftat bestraft.

Siehe auch:

6. Die Promillegrenze bei Führerschein auf Probe oder Fahrern unter 21 Jahren

Für unerfahrene Fahrer über 21 Jahre oder junge Fahranfänger unter 21 Jahre gilt seit dem 1. August 2007 ein totales Fahrverbot bei vorangegangen Alkoholkonsum, da nach empirischen Untersuchungen diese Gruppe unter Alkoholeinfluss häufiger und auch durchschnittlich schwerere Unfälle verursachen.

7. Promillegrenzen im Überblick

  • 0,0% bei Verkehrsteilnehmern unter 21 Jahren oder innerhalb der Probezeit
  • 0,3% bei relativer Fahruntüchtigkeit mit Fahrfehler oder Verwicklung in einen Unfall
  • 0,5% auch ohne äußerliche Anzeichen des Alkoholkonsums, Fahrfehler oder Unfallverursachung

8. Bußgelder für Alkohol am Steuer

Abhängig von der Blutalkoholkonzentration bzw. Promillewert und Fahrfehler, sowie Unfallverursachung drohen verschiedene Bußgelder bis hin zu Fahrverbot, Punkten in Flensburg und Geld- und Freiheitsstrafen mit Führerscheinentziehung.

Mit jeder festgestellten Überschreitung der 0,5 Promillegrenze erhöht sich die anfängliche Geldstrafe von Euro 500,00 um jeweils Euro 500,00. Dabei werden dem alkoholisierten Fahrer jeweils 2 Punkte in Fahreignungsregister eintragen. Das Fahrverbot liegt zwischen ein und drei Monaten. Bei Verwirklichung des Straftatbestandes der Gefährdung des Straßenverkehrs droht eine Geld- oder Freiheitsstrafe, die Eintragung von 7 Punkte und die Entziehung des Führerscheins.

Der Verstoß von Inhaber der Fahrerlaubnis oder Führerscheins auf Probe gegen das 0,0 Promillegebot ist ein schwerer Verstoß der Kategorie A und kann je nach den Begleitfolgen oder Tatumständen zur Verlängerung der Probezeit auf vier Jahre, der Auferlegung eines Aufbauseminars oder sofortigen Führerscheinentzug sanktioniert werden.

9. Einspruch einlegen

Ab 0,3 Promille Blutalkoholkonzentration und einem Fahrfehler oder Unfallverursachung kann ein Bußgeld, eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe ausgesprochen werden.
Ist die Ordnungswidrigkeit oder Straftat nicht beweissicher ermittelt worden oder liegen besondere Umstände der Tat vor, ist ein Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid oder Strafbefehl oder die Verteidigung gegen eine Anklage sinnvoll. 

Folgende Auffälligkeiten begründen Fahruntauglichkeit:

  • Kein oder falsches Licht einschalten
  • Zu schnelles oder zu langsames Fahren
  • Überfahren von Fahrspurbegrenzungen
  • falsches Abbiegen
  • Unsichere Fahrweise
  • Eine rote Ampel nicht beachten
  • Auf der falschen Straßenseite fahren.

10. Unterscheidung zwischen Ordnungswidrigkeit und Straftat

Grundsätzlich gilt das Fahren unter Alkoholeinfluss mit einem Blutalkoholwert von nicht mehr als 0,5 Promille und ohne Fahrfehler oder Unfall als Ordnungswidrigkeit. 

Beim Fahren mit unter 0,5 Promille Blutalkoholkonzentration und zusätzlich einem Fahrfehler kommt eine Ahndung oder Bestrafung als Ordnungswidrigkeit oder Straftat z.B. fahrlässiger oder im Wiederholungsfall vorsätzlicher Trunkenheit im Straßenverkehr in Betracht (relative Fahruntüchtigkeit). Bei gleichzeitiger Verursachung eines Unfalls droht eine Bestrafung wegen fahrlässiger oder vorsätzlicher Verkehrsgefährdung. Wird unabhängig von dem Grad der Alkoholisierung die Fahruntauglichkeit z.B. aufgrund von Fahrfehlern oder eines Unfalls festgestellt, drohen 3 Punkte im Fahreignungsregister und der Verlust des Führerscheins. Der Führerschein wird entzogen und kann mindestens sechs Monate bis zu fünf Jahre nicht neu erlangt werden. Außerdem gilt ein Promillewert ab 1,1 Blutalkoholkonzentration am Steuer immer als Straftat (unwiderlegbare absolute Fahruntüchtigkeit). Es bedarf zum Führerscheinentzug in diesem Falle keines zusätzlichen Unfalls oder Feststellung der Fahruntauglichkeit aufgrund eines Fahrfehlers.

Zudem kann bei einer Alkoholfahrt und ab einem Promillewert von 1,6 muss die Behörde zusätzlich eine medizinisch-psychologische-Untersuchung (MPU) anordnen, wenn eine erneute Fahrerlaubnis beantragt wird.

11. Alkoholkonsum bei Radfahrern

Vielfach wird von Radfahrer die Folgen einer Alkoholfahrt unterschätzt. Dabei sind Radfahrer prozentual häufiger als Autofahrer in einen alkoholbedingten Unfall verstrickt.

Die absolute Fahruntüchtigkeit wird unwiderlegbar und ohne Fahrfehler oder Unfall 1,6 Promille Blutalkoholkonzentration festgestellt.

Wird jedoch ein Fahrfehler oder Unfall festgestellt oder verursacht, liegt bereits ab 0,3 Promille eine Straftat vor. r.

Bei einer Straftat drohen bis zu 3 Punkte in Flensburg und eine MPU. Wird die MPU nicht fristgerecht erfolgreich absolviert, wird der Führerschein entzogen oder ohne Führerschein das Fahren eines Kraftfahrzeuges wird untersagt.

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