Pflichtverteidigung / Pflichtverteidiger

  1. Sie suchen einen Pflichtverteidiger?
  2. Kann ich einen Pflichtverteidiger wählen?
  3. Was ist ein Pflichtverteidiger?
  4. Voraussetzung der Pflichtverteidigung
  5. Neuregelung des & 140 StPO:
  6. Die Liste hat folgende Mängel:

1. Sie suchen einen Pflichtverteidiger?

Sie wurden mit einer Anklageschrift vom Gericht aufgefordert, einen  "Rechtsanwalt Ihres Vertrauens" zu benennen, andernfalls werde Ihnen ein Pflichtverteidiger vom Gericht beigeordnet?

Gegen Sie, Verwandte, Bekannte oder Freunde läuft ein Ermittlungsverfahren, eine Anzeige, bei Ihnen ist durchsucht worden?

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns unverbindlich unter Telefon 040/ 39 14 08, im Notfall 0177/ 447 40 40 oder benutzen Sie das Kontaktformular! (auf das Wort klicken) Fragen Sie nach, welche Möglichkeiten sich Ihnen bieten. Ein Informationsgespräch ist kostenlos.

Ich bitte Sie für die kostenlose Information eine positive Bewertung bei google maps (anklicken, Beitrag schreiben, anmelden) oder anwalt.de (anklicken, Beitrag schreiben, anmelden) zu erteilen.

Wenn Sie uns direkt beauftragen möchten, bitte ich Sie um Übersendung ihrer Telefonnummer und Adresse und einer Prozeßvollmacht (auf das Wort klicken) (für alles außer Strafrecht (Erläuterung zum Ausfüllen) über das


(im Anhang können Sie die Dokumente anhängen)

oder per Fax: 040/ 39 14 07, durch die Post  (Rechtsanwälte Lauenburg & Kopietz, Elbchaussee 87, 22763 Hamburg) oder nach dem Einscannen als Email (ihr-anwalt-hamburg@t-online.de). Bitte vergessen Sie nicht, ihre Adresse und Telefonnummer für Rückfragen anzugeben.

2. Kann ich einen Pflichtverteidiger wählen?

Sie oder Angehörige sind als Verdächtiger oder Verdächtige, Beschuldigter oder Beschuldigte, Angeklagte oder Angeklagter festgenommen oder verhaftet worden und sitzen in Untersuchungshaft?

Sind Sie oder Nahestehende festgenommen oder verhaftet worden, sagen Sie nichts! Unterschreiben Sie nichts! Erkennen Sie nichts an! Verlangen Sie einen Anwalt! Rufen Sie uns an! Wir kämpfen für Ihre Freilassung! (siehe auch Strafrecht)

Liegt ein Fall der notwendigen Verteidigung vor, wird Ihnen das Gericht, wenn Sie nicht schnellstens selbst einen Verteidiger ihres Vertrauens wählen, möglicherweise einen von Ihnen nicht gewünschten Verteidiger beiordnen. Bevor Sie sich jedoch Ihres Rechts der freien Verteidigerwahl ohne Not begeben, sollten Sie sich eines Verteidigers / Strafverteidigers Ihres Vertrauens bedienen, der wenn es Ihren Interessen dient, streitig verhandelt und Ihre Interessen nachdrücklich vertritt, um das für Sie bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Unsere Kanzlei ist seit über 45 Jahren auf Strafrecht spezialisiert und verfügt über eine Fachanwaltschaft für Strafrecht und versierte Strafverteidiger.

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3. Was ist ein Pflichtverteidiger?

Der Pflichtverteidiger ist ein Verteidiger, der dem / der Angeklagten im Strafprozess in den Fällen notwendiger Verteidigung (§§ 140 ff. StPO) durch das Gericht – auch gegen den Willen des / derAngeklagten - beigeordnet wird.

In der Regel wird der / die Angeklagte mit Übersendung der Anklageschrift im Falle einer notwendigen Verteidigung aufgefordert, innerhalb einer vom Gericht bestimmtem Frist – meist nur eine Woche - einen Verteidiger seiner Wahl zu benennen, andernfalls werde das Gericht einen Pflichtverteidiger bestellen. Der von dem / der Angeklagten beauftragte Wahlverteidiger / Strafverteidiger kann die Beiordnung als Pflichtverteidiger unter Niederlegung des Wahlmandates beantragten.

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4. Voraussetzung der Pflichtverteidigung

Die Mitwirkung eines Verteidigers als Pflichtverteidiger ist notwendig, wenn

  • die Hauptverhandlung im ersten Rechtszug vor dem Oberlandesgericht oder dem Landgericht stattfindet,
  • dem Beschuldigten ein Verbrechen zur Last gelegt wird,
  • das Verfahren zu einem Berufsverbot führen kann,
  • „gegen einen Beschuldigten Untersuchungshaft … oder eine einstweilige Unterbringung … vollstreckt wird.“
  • der Beschuldigte sich mindestens 3 Monate auf Grund richterlicher Anordnung oder mit richterlicher Genehmigung in einer Anstalt befunden hat und nicht mindestens 2 Wochen vor Beginn der Hauptverhandlung entlassen wird,
  • zur Vorbereitung eines Gutachtens über den psychischen Zustand des Beschuldigten seine Unterbringung nach § 81 StPO in Frage kommt,
  • ein Sicherungsverfahren durchgeführt wird,
  • der bisherige Verteidiger durch eine Entscheidung von der Mitwirkung in dem Verfahren ausgeschlossen ist.
  • Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns unverbindlich unter Telefon 040/ 39 14 08, im Notfall 0177/ 447 40 40 oder benutzen Sie das Kontaktformular! (auf das Wort klicken) Fragen Sie nach, welche Möglichkeiten sich Ihnen bieten. Ein Informationsgespräch ist kostenlos.

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5. Neuregelung des § 140 StPO:

Seit dem 01. 01. 2010 liegt Gemäß § 140 Absatz 1 Nr. 4 Strafprozessordnung (StPO) ist seit dem 01.01.2010 dem Beschuldigten „gegen den Untersuchungshaft … oder eine einstweilige Unterbringung … vollstreckt wird.“ nach § 141 Absatz 3 StPO „unverzüglich nach Beginn der Vollstreckung“ ein Verteidiger zu bestellen.

In anderen Fällen bestellt der Vorsitzende auf Antrag oder von Amts wegen einen Verteidiger, wenn wegen der Schwere der Tat oder wegen der Schwierigkeit der Sach- oder Rechtslage die Mitwirkung eines Verteidigers geboten erscheint (z.B. wenn eine Freiheitsstrafe von über einem Jahr droht) oder wenn ersichtlich ist, dass sich der Beschuldigte nicht selbst verteidigen kann, namentlich, weil dem Verletzten nach den §§ 397 a und 406 g Abs. 3 und 4 StPO ein Rechtsanwalt beigeordnet worden ist. Dem Antrag eines hör- oder sprachbehinderten Beschuldigten ist zu entsprechen.

In Hamburg soll offiziell die von der Anwaltskammer Hamburg erstellte Liste Hamburger Strafverteidiger von den Gerichten dem Verhafteten zur Verfügung gestellt werden, aus der / die Beschuldigte sich einen Strafverteidiger seines / ihres Vertrauens als Pflichtverteidiger auswählen könne oder vom Gericht ein Strafverteidiger als Pflichtverteidiger ausgewählt oder beigeordnet werde. Die Strafverteidiger der Kanzlei Lauenburg & Kopietz, die seit über 50 Jahren im Bereich des Strafrechts tätig ist und über erfahrene Strafverteidiger / Fachanwaltschaft für Strafrecht verfügt, sind auf dieser Liste aufgeführt.

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(im Anhang können Sie die Dokumente anhängen)
 

oder per Fax: 040/ 39 14 07, durch die Post  (Rechtsanwälte Lauenburg & Kopietz, Elbchaussee 87, 22763 Hamburg) oder nach dem Einscannen als Email (ihr-anwalt-hamburg@t-online.de). Bitte vergessen Sie nicht, ihre Adresse und Telefonnummer für Rückfragen anzugeben.

6. Die Liste hat folgende Mängel:

Tatsächlich haben sich jedoch auf dieser Liste auch Rechtsanwälte ohne forensische Erfahrung im Strafrecht eintragen lassen. Vielen Richtern ist die Liste unbekannt oder diese wird von den Richtern ignoriert und nicht verwandt. Tatsächlich wird von den Richtern / Richterinnen ein Ihnen persönlich bekannte(r) und damit potentiell "pflegeleichte(r)", gefügige(r) und in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis - denn diese wollen ja erneut beigeordnet werden - stehende(r) willfährige(n) Rechtsanwalt/Rechtsanwältin beigeordnet werden. Diese(r) wird häufig nicht streitig verhandeln, optimal für ihre Rechte kämpfen, Beweisanträge stellen, Anordnungen des Vorsitzenden wenn notwendig beanstanden, widersprechen und notfalls Gerichtbeschlüsse beantragen.

Häufig wird die Liste den Beschuldigten gar nicht vorgelegt. Zudem werden die Beschuldigten häufig gar nicht belehrt, dass sie auch eine Bedenkzeit nehmen können, so dass es dann meist zur Beiordnung eines Anwaltes durch den Haftrichter kommt.

Eine Kontrolle der Beiordnungspraxis findet nicht statt.

Der Pflichtverteidiger wird von der Staatskasse bezahlt. Dieser kann, weil er reduzierte Gebühren erhält, mit dem Mandanten eine zusätzliche Vergütung bis zur Höhe der doppelten Pflichtverteidigergebühren vereinbaren. 

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Ihr Anwalt Strafrecht Hamburg - Kanzlei Rechtsanwälte Lauenburg & Kopietz